Medienmitteilung, Basel, 26. April 2020

Die JF, JSVP JCVP, JGLP Basel-Stadt fordern die Durchführung der Abschlussprüfungen zur Sicherung der Qualität des Abschlussjahres 2020!

Die unterzeichnenden bürgerlichen Jungparteien (JF, JSVP, JCVP, JGLP) nehmen den provisorischen Entscheid des Erziehungsdepartements, auf Abschlussprüfungen vollumfänglich zu verzichten, zur Kenntnis. Aus Sicht der bürgerlichen Jungparteien ist dies eine Fehlentscheidung, die es unbedingt zu korrigieren gilt. So haben die Jungfreisinnigen den Regierungsrat bereits am 24. April 2020 in einem offenen Brief gebeten, sich für die Durchführung der Abschlussprüfungen zu entscheiden.

Dass die Lern- und Lebensumstände für die Schüler und Schülerinnen aussergewöhnlich sind, ist auch den bürgerlichen Jungparteien klar. Hier wurde die Planungssicherheit unter anderem für die Maturantinnen und Maturanten massiv vernachlässigt. Dass die normale Durchführung von Prüfungen nicht möglich sein würde, hat sich schon länger abgezeichnet und es wäre die Pflicht des Erziehungsdepartements gewesen, sich entsprechend vorzubereiten. Die vom ED geübte Kritik am Bund betreffend den fehlenden Entscheid zu Abschlussprüfungen, wirkt in diesem Zusammenhang wie ein Versuch sich der Verantwortung der versäumten Pflichten zu entziehen.

Wird nun die Entscheidungshoheit über das Stattfinden der Prüfungen in die Hand der Kantone gelegt, besteht aus Sicht der bürgerlichen Jungparteien die eminente Gefahr, dass Schülerinnen und Schüler, die keine Prüfungen ablegen, langfristig benachteiligt werden. Ein Flickenteppich im Bildungsbereich muss unbedingt verhindert werden. Daher schliessen sich die bürgerlichen Jungparteien dem Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) an: „Es muss vermieden werden, dass kantonale Sonderlösungen zu unfairen Situationen für die Schülerinnen und Schüler und zur Verunsicherung der Eltern führen.“ Um die Chancengleichheit bestmöglich zu garantieren, müssen die Prüfungen der Situation angepasst sein und Härtefälle entsprechend berücksichtigt werden.

Es ist aus Sicht der bürgerlichen Jungparteien für die Sicherung der Qualität des Abschlussjahres 2020 unerlässlich Prüfungen durchzuführen. Eine Abwertung des Abschlussjahres 2020 wäre nicht im Interesse der Abschlussjahrgänge. Deshalb fordern die bürgerlichen Jungparteien, dass die Abschlussprüfungen unter Einhaltung der Vorschriften des BAG durchgeführt werden und wir fordern den Regierungsrat auf, sich beim Bund für die Durchführung der Prüfungen einzusetzen.

Bei Fragen stehen Ihnen die Präsidenten der bürgerlichen Jungparteien Basel-Stadt gerne zur Verfügung.

Titus Hell, Präsident Jungfreisinnige Basel-Stadt, +41 76 587 44 94
Laetitia Block, Präsidentin Junge SVP Basel-Stadt, +41 78 618 60 43
Kilian Winkler, Präsident Junge CVP Basel-Stadt, +41 79 813 46 80
Melina Kaeser, Präsidentin Junge Grünliberale beider Basel, +41 76 369 86 54

Medienmitteilung als PDF: Stellungnahme Jungparteien vom 26.04.2020