Basel, 23. April 2020

Offener Brief an den Regierungsrat BaseI-Stadt betreffend Durchführung der schriftlichen Maturitätsprüfungen

Sehr geehrte Frau Regierungspräsidentin,
Sehr geehrter Herr Dr. Cramer, sehr geehrter Regierungsrat

Die Bewältigung der Corona-Krise stellt die ganze Schweiz und somit auch den Kanton Basel-Stadt vor ungeahnte Herausforderungen. Als Jungpartei sind uns Bildungsthemen von Natur aus nah und zentral in unserer Politik. Während der andauernden Krise wurde die Schweiz zum schulischen Flickenteppich. Durch den Grundsatzentscheid der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK), dass die Kantone, im Fall einer Anpassung des Maturareglements durch den Bundesrat, auf die Durchführung von schriftlichen Maturitätsprüfungen verzichten können, fühlen wir uns dazu verpflichtet, hiermit proaktiv Stellung zu nehmen.

Der allfälige Verzicht auf schriftliche Maturitätsprüfungen, scheint in Anbetracht des erbrachten Aufwandes der Schülerinnen und Schüler für die Prüfungsvorbereitung verfehlt. Die selbstständige Vorbereitung auf Prüfungen, die den Stoff mehrerer Jahre testen, ist eine massgebende und nicht zu unterschätzende Voraussetzung für die Studierbarkeit. Zudem wäre es für die Aussagekraft der Maturitätszeugnisse 2020 ein beachtlicher Schlag. Wir sind mit Herrn Regierungsrat Dr. Cramer einig: Die Schulschliessungen dürfen nicht zulasten der Schülerinnen und Schülern gehen. Wir bitten Sie deshalb inständig, die schriftlichen Maturitätsprüfungen durchzuführen.

Mit freundlichen Grüßen
Titus Hell, Präsident Junfgfreisinnige Basel-Stadt & Jonas Lüthy

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Kontakt: Jonas Lüthy, +41 79 782 44 15

Herunterladen: Offener Brief an den RR BS vom 23.04.2020_JFBS